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Medien im Wandel: MCB Insights zu Gast beim Bayerischen Rundfunk

Allgemein

Wie verändert Künstliche Intelligenz den Journalismus? Wie erkennt man manipulierte Bilder? Und was müssen Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten heute mitbringen? Antworten auf diese Fragen gab es beim MCB Insights Meeting am 30. Juli 2026 beim Bayerischen Rundfunk in München-Freimann. Mehr als 20 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen des BR zu schauen und mit Expertinnen und Experten über die Zukunft der Medien zu diskutieren.

Einen Einblick in den journalistischen Nachwuchs beim BR gab Katrin Pötzsch, Leiterin der journalistischen Ausbildung. Sie stellte vor, wie sich Volontariat und Talente-Programm weiterentwickeln und worauf es bei der Auswahl neuer Talente ankommt. Neben journalistischem Potenzial spielen unterschiedliche Perspektiven, Authentizität und Nähe zu den jeweiligen Zielgruppen eine wichtige Rolle. Gerade das Talente-Programm eröffnet dabei auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern Chancen.

Dass man Bildern im Netz nicht immer trauen sollte, zeigte anschließend Jana Heigl, Leiterin der Faktenfuchsredaktion. Zum Einstieg waren die Teilnehmenden selbst gefragt: Ist dieses Foto aktuell? Stammt es aus einem Archiv? Passt es überhaupt zum behaupteten Kontext – oder wurde es möglicherweise mit KI erzeugt? An konkreten Beispielen wurde deutlich, mit welchen Methoden die Redaktion Bilder überprüft und Falschinformationen aufdeckt.

Wie grundlegend KI inzwischen die Arbeit in Redaktionen verändert, machte Christian Daubner, stellvertretender Chefredakteur des BR, deutlich. Sein Fazit: KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern verändert bereits heute nahezu alle Bereiche journalistischer Produktion. Oder, wie Daubner es auf den Punkt brachte: „KI verändert jeden Prozessschritt.“

Doch nicht nur neue Technologien treiben den Wandel voran. Auch die journalistische Haltung verändert sich: Im Mittelpunkt steht stärker die Perspektive der Menschen, für die Medienangebote gemacht werden. Nähe, Glaubwürdigkeit und Vertrauen werden damit umso wichtiger – gerade, wenn auch jüngere Zielgruppen erreicht werden sollen.

Wie dieser Wandel ganz praktisch aussieht, zeigte schließlich die Führung durch das „Wellenhaus“. Im Newsroom wurden neue Formen des Zusammenarbeitens sichtbar: flexible Arbeitsplätze, weniger klassische Hierarchien und Strukturen, die schneller auf Veränderungen reagieren können.

Der Besuch beim Bayerischen Rundfunk machte deutlich, wie rasant sich die Medienwelt derzeit verändert – technologisch, organisatorisch und kulturell. Gleichzeitig entstehen daraus neue Anforderungen an Aus- und Weiterbildung: Wer Medienschaffende auf die Zukunft vorbereiten will, muss Inhalte und Kompetenzen mindestens ebenso schnell weiterentwickeln. Ein spannender Blick hinter die Kulissen – und reichlich Stoff für den weiteren Austausch.

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